Optionskommunen in Nordrhein-Westfalen

Zum Hintergrund:

Im Zuge der Neuorganisation der Grundsicherung für Arbeitssuchende wurde die Möglichkeit geschaffen, das Optionsmodell zahlenmäßig auszuweiten. Waren es zunächst bundesweit 67 Kommunen (darunter 6 kreisfreie Städte), die als zugelassene kommunale Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende diese Aufgabe verantworteten, kamen ab 01.01.2012 insgesamt 41 neue hinzu. Die Kommunen entscheiden ohne Mitwirkung der Bundesagentur für Arbeit über die Höhe des Arbeitslosengeldes II („Hartz IV“), die Höhe der Leistungen für Unterkunft und Heizung sowie über arbeitsmarktpolitische Instrumente zur Eingliederung in Arbeit. Mit den ab 01.01.2012 in Nordrhein-Westfalen neu hinzugekommenen Optionskommunen nehmen jetzt insgesamt 18 Kommunen erfolgreich diese Aufgaben wahr. Von diesen sog. "Optierern" entfallen 2/3 auf die kreisfreien Städte und Kreise in Westfalen-Lippe. Im Münsterland, bestehend aus den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und der kreisfreien Stadt Münster, wird die Grundsicherung für Arbeitssuchende seitdem vollständig kommunal verantwortet.