Realsteuern

Hebesätze im Jahr 2016

Zwei Drittel ihres Steueraufkommens können die Kommunen selbst bestimmen. Denn bei der Ausgestaltung der Hebesätze ihrer Gemeindesteuern hat jede der 11.292 deutschen Kommunen freie Hand. Selbst wenn das Steuerrecht unverändert bleibt, können die Belastungen von Bürger und Wirtschaft mit Gewerbe- und Grundsteuer also steigen [...]" (Handelsblatt, 16.09.2012).

Als Standortfaktoren können Gewerbe- und Grundsteuer zudem die Standortwahl von Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern sowie land-/forstwirtschaftlichen Betrieben beeinflussen.

Gerd Altmann / pixelio.de

Stellschraube mit direktem Einfluss auf die Erträge im kommunalen Haushalt sind die Hebesätze, die in "vom Hundert" (Prozent) angegeben werden. Von der Anhebung der Hebesätze machten die Kommunen zuletzt regen Gebrauch.

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Gewerbesteuer

Grundsteuer B (sonstige Gebäude)

Neben der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B zählt auch die Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft) zu den Realsteuern. Aufgrund der gemessen an ihrem Aufkommen eher geringen Bedeutung stehen hier die ertragreicheren Steuerarten Gewerbesteuer und Grundsteuer B im Fokus.

Methodischer Hinweis

Um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Regionen zu erreichen, werden nachfolgend neben den kommunalen Hebesätzen auch Werte für Regionen, sog. gewogene Durchschnitts-Hebesätze, angegeben.
Hierzu wendet man die Formel zur Berechnung des Hebesatzes (Quotient von Ist-Aufkommen und Grundbetrag multipliziert mit 100) auf die summierten Werte der regionszugehörigen Kommunen an.

Den Berechnungen liegen für die Jahre 2010 bis 2015 die Daten des Realsteuervergleichs von IT.NRW zugrunde; die Hebesätze für 2016 stammen aus der Vierteljahresstatistik von IT.NRW (hier: Werte des 3. Quartals).

Darüber hinaus werden einige Ergebnisse mit bundesweitem Bezug aus einer Analyse der Wirtschaftspüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young GmbH) untermauert.