Grundsteuer B (sonstige Gebäude)

Die Grundsteuer B ist eine Steuer auf das Eigentum an Grundstücken. Sie wird für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude erhoben.

Aktuelle Situation in Westfalen-Lippe:

In Westfalen-Lippe ist der höchste Hebesatz der Grundsteuer B in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) und Altena (Märkischer Kreis) vorzufinden. Die beiden Gemeinden wenden einen Satz von 910 v.H. an.
Harsewinkel im Kreis Gütersloh berechnet den niedrigsten Satz (260 v.H.).
In 80 Prozent der Gemeinden liegen die Hebesätze der Grundsteuer B zwischen 423 v.H. und 690 v.H.

Von den zehn höchsten Hebesätzen in Westfalen-Lippe fallen ganze sieben auf das Westfälische Ruhrgebiet.
Die Hälfte der zehn niedrigsten Hebesätze wird in Gemeinden des Kreises Gütersloh angewendet.

Fahren Sie mit der Maus über das gewünschte Gebiet und Ihnen werdne die Hebesätze der Städte bzw. Gemeinden im Jahr 2016 angezeigt.

Karte im PDF-Format  (zum Downloaden hier klicken)

Situation im Land Nordrhein-Westfalen und in Deutschland:

Laut  Ernst & Young GmbH EY weist NRW den mit Abstand höchsten durchschnittlichen Hebesatz der Grundsteuer B auf (520 v.H.). Die Gemeinden im zweitplatzierten Hessen haben einen deutlich geringeren Hebesatz von durchschnittlich 416 v.H.
Außerdem belegen nordrhein-westfälische Gemeinden acht Plätze der zehn Gemeinden mit dem höchsten Hebesatz bundesweit, obwohl die hessische Gemeinde Nauheim den höchsten Wert Deutschlands hat (960 v.H.)

Entwicklung der Hebesätze

Seit 2010 haben 97 Prozent aller westfälisch-lippischen Gemeinden den Hebesatz auf die Grundsteuer B erhöht.
Von den sieben Gemeinden, die seit sechs Jahren keine Erhöhung vorgenommen haben, liegen fünf im Kreis Gütersloh.
In NRW gibt es eine Gemeinde, die einen niedrigeren Hebesatz anwendet als noch 2010: Monheim am Rhein im Kreis Mettmann (-50 v.H.-Punkte) stellt auch bezüglich der Gewerbesteuerhebesätze solch eine Ausnahme dar.

2016 haben im Vergleich zum Vorjahr 43 Prozent der Gemeinden in Westfalen-Lippe eine Erhöhung vorgenommen.
Einzig Ahlen im Kreis Warendorf hat den Hebesatz auf Grundsteuer B gesenkt (-3 v.H.-Punkte)
Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) weist mit +220 v.H.-Punkten die stärkste Anhebung des Hebesatzes auf.  

Das westfälische Ruhrgebiet hat 2015 sowohl den höchsten gewogenen Durchschnittshebesatz (645 v.H.), als auch die stärkste Anhebung (+160 v.H.-Punkte) im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
In Ostwestfalen-Lippe befinden sich die Gemeinden mit dem durchschnittlich niedrigsten und stabilsten Hebesatz (454 v.H., +60 v.H.-Punkte seit 2014).

Ranking

Quelle: IT.NRW; eigene Berechnungen der LWL-Statistik

Die vollständige Tabelle steht Ihnen im Excel-Format zur Verfügung (zum Downloaden hier klicken)