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Demografische Entwicklung

Jugend-, Alten- und Abhängigkeitsquotient

Im Dezember 2018 hat das Statistische Landesamt NRW (IT.NRW) eine neue Bevölkerungsvorausberechung (Basisjahr 2018) veröffentlicht. Vergleicht man die aktuelle Einwohnerzahl zum 31.12.2020 in NRW mit der Vorausberechnung im Jahr 2040 steigt diese von 17,9 Mio. auf 18,1 Mio.. Die Entwicklung der Bevölkerung vollzieht sich allerdings im Rheinland und in Westfalen-Lippe unterschiedlich. Während die Bevölkerung im Rheinland um rd. 340.000 Einwohner*innen steigen soll, verliert Westfalen-Lippe rund 185.000 Einwohner*innen.

Für Westfalen-Lippe bringt der demografische Wandel neben einer leicht schrumpfenden Gesamtbevölkerung auch erhebliche Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung mit sich.

Zur Beschreibung der Altersstruktur werden u.a. auch die Kennziffern des Jugend-, Alten- und Abhängigkeitsquotienten herangezogen. Der „Jugendquotient“ beschreibt das Verhältnis der noch nicht Erwerbsfähigen und der „Altenquotient“ das der nicht mehr Erwerbsfähigen zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Der „Abhängigkeitsquotient“ zeigt das Verhältnis der wirtschaftlich abhängigen Bevölkerung (noch nicht Erwerbsfähige und nicht mehr Erwerbsfähige) zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.

Im Vergleich der oben beschriebenen Altersquotienten am 01.01.2040 gegenüber dem 31.12.2020 steigt der Jugendquotient in Westfalen-Lippe leicht von 31 auf 34 und der Altenquotient erheblich von 31 auf 48. Diese Entwicklung spiegelt sich zwangsläufig auch im Abhängigkeitsquotienten wider, der von 62 auf 82 steigen wird.

Auch innerhalb Westfalen-Lippes gestaltet sich die Entwicklung der Alterssstrukturen regional unterschiedlich. Auffällig ist z.B., dass der Abhängigkeitsquotient im Kreis Coesfeld auf 95 und im Kreis Höxter sogar auf 96 bis zum Jahr 2040 steigen soll. Dies bedeutet, dass im Jahre 2040 in diesen beiden Kreisen die Anzahl der wirtschaftlich abhängigen Personen (unter 20 Jahren und 67 Jahre und älter) annähernd so groß ist wie die Anzahl der erwerbsfähigen Personen (20 bis unter 67 Jahre).