Gewerbesteuer

Gewerbesteuer muss bezahlen, wer ein Gewerbe betreibt: das sind insbesondere Unternehmer in den Bereichen Handel, Handwerk, Dienstleistungen und Industrie (Ausnahme: freie Berufe und Landwirte). Die Gewerbesteuer wird von den Kommunen auf den Gewerbeertrag eines Unternehmens erhoben. Die Höhe der kommunalen Steuersätze ist für die Standortwahl eines Unternehmens von großer Bedeutung.

Situation in Westfalen-Lippe:

Im Jahr 2019 beträgt die Spannweite der Gewerbesteuer-Hebesätze 195 v.H.-Punkte. Den niedrigsten Hebesatz hat – seit Jahren unverändert – die Stadt Verl (340 v.H.) im Kreis Gütersloh. Mit 535 v.H. hat die Stadt Herdecke im Ennepe-Ruhr-Kreis den höchsten Hebesatz der Gewerbesteuern. In zehn Städten und Gemeinden liegen die Gewerbesteuer-Hebesätze bei mindestens 500 v.H., in sieben Städten und Gemeinden unter 400 v. H..

Neun der zehn Städte und Gemeinden mit den höchsten Hebesätzen liegen im Westfälischen Ruhrgebiet. Die Hälfte der zehn Städte und Gemeinden mit den niedrigsten Hebesätzen liegt in der Region Ostwestfalen-Lippe.

35 der insgesamt 231 Städte und Gemeinden Westfalen-Lippes haben ihren Hebesatz 2019 erhöht. Am kräftigsten hat die Stadt Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) „an der Schraube gedreht“ (plus 35 v.H.-Punkte). Fünf Städte und Gemeinden haben ihre Hebesätze gesenkt, darunter Schmallenberg in Hochsauerlandkreis mit 14 v.H.-Punkten am deutlichsten.


Ranking

Eine vollständige Liste aller 231 Städte und Gemeinden mit deren Hebesatz finden Sie hier:

Situation in NRW:

Landesweit hat die Stadt Oberhausen mit 580 v.H. den höchsten Hebesatz der Gewerbesteuer. Mit Monheim am Rhein liegt auch die Stadt mit dem niedrigsten Hebesatz (250 v.H.) im Rheinland.

Die Stadt Linnich im Kreis Düren verzeichnet mit plus 40 v.H.-Punkten die größte Steigerung unter allen Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens, die Stadt Langenfeld (Kreis Mettmann) die höchste Senkung mit minus 30 v.H.-Punkten.